„Wie die Menschen ein vorrangiges Lebensrecht gegenüber den Hunden haben, so haben die Frauen ein größeres Lebensrecht als die Männer.“

Ein historischer Fall von Hate Speech ist das Scum-Manifest von Valerie Solanas. Solanas war eine US-Radikalfeministin, die die „Gesellschaft zur Vernichtung der Männer“ gegründet hat. „Scum“ steht für Abschaum und „Society on cutting up men“.

Hier noch einmal das vollständige Zitat:

Wie die Menschen ein vorrangiges Lebensrecht gegenüber den Hunden haben, so haben die Frauen ein größeres Lebensrecht als die Männer. Die Vernichtung sämtlicher Männer ist daher eine gute und rechtliche Tat; eine Tat, die sich zum Wohl der Frauen und Segen aller auswirken würde.

In Solanas Scum-Manifest ist dieses Zitat fast noch eines der freundlicheren. Ihre Schrift ist voll von Haß gegenüber Männern und der Idealisierung von Frauen.

Feministinnen wenden häufig ein, daß es sich beim Scum-Manifest um Satire handele. Hierzu weiß bereits unser Kooperationspartner, die Amadeu-Antonio-Stiftung, Folgendes zu sagen:

Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und andere Formen der Diskriminierung zeigen sich im Netz auf unterschiedlichste Arten, sei es mit offenkundig menschenverachtenden Parolen oder als Satire verpackt.

Linke politische Parteien setzen sich schon seit jeher entschieden gegen Sexismus gegen Männer ein. Gleichberechtigung ist schließlich ein universales Gut. Zwar kannte Solanas noch nicht das Internet, ihr Manifest und Zitate daraus sind aber überall im Netz zu finden. Auch wohlmeinende Rezensionen.

Bleibt uns abschließend noch ein Blick auf Personen, die sich positiv auf das Scum-Manifest von Solanas bezogen haben. Die Internetplattform Wikimannia schreibt dazu:

Alice Schwarzer bejubelte den Text „Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer“ (SCUM) als „ersten Exzess des Hasses, des begründeten Hasses“. Denn: „Das ist es wohl, was den Frauen, wie allen unterdrückten und gedemütigten Gruppen, am meisten ausgetrieben worden ist: der Mut zum Hass! Was wäre eine Freiheitsbewegung ohne Hass?“

Nadine Lantzsch, eine lesbische „Netzfeministin“, die vor allem weiße, heterosexuelle Männer nicht mag, schreibt dies:

Valerie Solanas hatte Recht. Die Welt ist scheiße. Und Männer machen sie ein bisschen scheißer.

Wir von „Hate Speeches“ dokumentieren diese empörenden Aussagen hier und hoffen auf das Engagement eines breiten Bündnisses gesellschaftlicher Kräfte im Kampf gegen solche Haßreden.

 
 

Zum Weiterlesen: Interessanter Artikel zum Thema auf dem Femokratieblog

„Sauerkraut, Kartoffelbrei – Bomber Harris, Feuer frei!“

julia schramm sauerkraut kartoffelbrei bomber harrisGruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist ein ernsthaftes Problem in unserer heutigen Gesellschaft. Besonders häufig trifft sie weiße, heterosexuelle Männer. Aber auch Deutsche im allgemeinen sind oft Zielscheibe von Aggressionen.

Eine Aktivistin, die sich sehr gegen solche Menschenfeindlichkeit einsetzt, ist Julia Schramm. Sie ist Politologin, Linken-Politikerin und „Fachreferentin für Hate Speech“ bei der Amadeu-Antonio-Stiftung.

Zum 70. Jahrestag der Bombardierung Dresdens durch britische Streitkräfte posierten zwei Piratenpolitikerinnen mit nacktem Oberkörper und martialischer Gesichtsvermummung vor der Silhouette von Elbflorenz. Eine zierte der Schriftzug „Thanks Bomber Harris“.

Julia Schramm schrieb dazu obigen Tweet. Sie freut sich also über die militärisch sehr fragwürdige Bombardierung Dresdens, die man heute als Kriegsverbrechen einordnen würde, da sie dezidiert der Zivilbevölkerung galt. „Sauerkraut“ und „Kartoffelbrei“ sind abfällige Bezeichnungen für Deutsche.

Ein Brite, der damals in der Stadt war, äußert sich später sehr erbost über dieses Verbrechen seiner Landsleute und war der Meinung, daß die Verantwortlichen dafür an die Wand gestellt hätten werden müssen.

Selbst einer ausgewiesenen Expertin für Hate Speech wie Julia Schramm passiert also auch mal ein Lapsus. Eine ganze Nationalität wird hier herabgewürdigt und verächtlich gemacht. Frau Schramm wünscht den Deutschen den Tod durch Bomben und macht sich über sie lustig.

Falls Frau Schramm sich damit verteidigen sollte, daß ihre Äußerungen einen satirischen Impetus hätten, so wissen wir durch die Amadeu-Antonio-Stiftung:

Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und andere Formen der Diskriminierung zeigen sich im Netz auf unterschiedlichste Arten, sei es mit offenkundig menschenverachtenden Parolen oder als Satire verpackt.

„Diese komische Mischpoke“

Wie im folgenden Video zu sehen, bezeichnet der bekannte Antidemokrat Cem Özdemir Pegida-Demonstranten als „Mischpoke“ und behauptet, diese würden „die Montagsdemontrationen“ mißbrauchen.

„Die Montagsdemonstrationen“ können also mißbraucht werden? Offenbar sind sie für Özdemir eine feststehende Institution, bei der nur bestimmte Demonstrationsinhalte erlaubt sind. Des weiteren behauptet Özdemir, die Demonstranten würden den Spruch „Wir sind das Volk“ mißbrauchen.

So dachten vermutlich auch schon erlauchte SED-Funktionäre. Denn das Volk hatte nach deren Meinung schließlich für die SED und den glorreichen Sozialismus zu sein. „Wir sind das Volk“ drückt einen Gegensatz aus zwischen den von einer Herrschaftskaste verlautbarten Doktrinen und der Wahrnehmung der einfachen Menschen, die zunehmend das Gefühl haben, nicht mehr ernst genommen und stattdessen mit ihren Ansichten dämonisiert zu werden.

Die Anschuldigungen des Cem Özdemir gehen aber noch weiter. Im Video wirft er Pegida-Demonstranten schließlich vor, sie würden „niederen Instinkten“ folgen und seien prinzipiell gegen „Zuwanderung und Fremde“, obwohl ja die Islamisierung Stein des Anstoßes war und bei den ersten Demonstrationen in Dresden sichtbar ein Schwarzafrikaner mit von der Partie war. Es handelt sich also um eine bewußte und gezielte Verleumdung durch Cem Özdemir. Der Autor dieser Zeilen war selbst einmal bei einer Pegida-Demo und kann versichern, daß diese Menschen nichts gegen Fremde und Zuwanderer per se haben, sondern sich gegen die Islamisierung engagieren – wie der Name eben schon sagt.

Der einfache Mann auf der Straße hat ein etwas anderes Bild vom Islam, als es uns Politiker schmackhaft machen wollen. Und dabei geht es um die sogenannten „friedliebenden Muslime“, die durch Frauenfeindlichkeit, Kinderheirat, Asylmißbrauch, asoziale und verrohte „Manieren“, schlechte Sprachkenntnisse, Gewaltaffinität, mangelnde religiöse Toleranz, islamischen Chauvinismus und vieles mehr auffallen – also ganz sicher keine Terroristen sind, sondern sich angeblich wunderbar in unsere Gesellschaft integrieren.

Bleibt festzuhalten, daß Cem Özdemir viele Kriterien klassischer Hate Speech erfüllt:
Verleumdung
Herabwürdigung
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
Verallgemeinerung