Lasen wir nicht in den letzten Wochen auf „Spiegel Online“ und anderswo zahlreiche Kolumnen, daß die bösen „Rechten“ und die CSU unsere Sprache verrohen? Wohingegen Linke immer ganz artig und quasi sprachliche Veganer sind?

Erstaunlich ist es jedenfalls, wie wenig die freiwillig gleichgeschaltete Presse ihre eigenen Doppelstandards realisiert und sich dann auch noch wundert, wenn man sie als „links-grün-versifft“ und Ähnliches bezeichnet. Das ist immer wieder kurios.

In einem unfaßbar dümmlichen Artikel analysierte kürzlich der Hipster-Gutmensch Sascha Lobo die Sprache der Rechten. Das sah dann z.B. so aus:

Linksextrem

Als linksextrem gilt man für Rechte, wenn man Anhänger der bekannten linksextremen Kampfschrift „Grundgesetz“ ist.

Nun ja. Was soll man dazu noch sagen? Lassen wir es mal dahingestellt sein, inwieweit „Rechte“ den Begriff des Linksextremismus überdehnen. Linksextrem sind für „Rechte“ Menschen, die die Meinungsfreiheit einschränken, linke Gewalttäter wie die Antifa unterstützen, rechtmäßige Abschiebungen verhindern oder das Land grundgesetzwidrig mit Scheinflüchtlingen fluten wollen. Gerade weil viele linke Politiker heute auf’s Grundgesetz pfeifen, aber weiß ich wie scheinheilig tun, kann man sie durchaus auch im übertragenen Sinne als linksextrem bezeichnen.

Hätte Sascha Lobo auch nur ein bißchen Hirn unter seinem Irokesenschnitt und noch ein bißchen Redlichkeit und Seriosität, so würde er sicherlich nicht solch einen Humbug schreiben können.

Würde er alternative Blogs ernsthaft lesen, so müßte er eingestehen, daß dort das Grundgesetz hochgeschätzt wird und daß „Rechte“ gerade ihr Unbehagen darüber ausdrücken, daß es ständig „nach links“ vergewaltigt wird.

Was Lobo hier behauptet, ist also eine dreiste Lüge und Demagogie. Er kann dies auf „Spiegel Online“ veröffentlichen und Tausende Hirne mit diesem Unrat kontaminieren. Und wenn man dann mal die Kommentare unter seinem Lexikon der „rechten Kampfbegriffe“ liest, dann wird einem klar, warum so viele Menschen noch Merkel wählen und wie leicht sie sich manipulieren lassen.

Bereits der vierte Kommentar liest sich wie folgt:

Ich musste lachen. Das wunderbare Glossar arbeitet die wesentlichen Aspekte des Rechts-seins heraus: dumm sein, biodeutsch sein, Opfer sein. Im Inklusionskontext nennt man das, was die Bauernfänger tun, übrigens „einfache Sprache“ mit dem Hintergedanken, dass auch ein reduziertes Hirn komplexe Zusammenhänge erfassen können soll, indem man sie in sprachlich möglichst einfach konsumierbare Häppchen zerlegt.

Bei den Rechten ergänzt um sachliche Verdrehung und Verbiegung, bis es ins eingeschränkte Selbst- und Weltbild passt. Auf dass die reduzierten Hirne ordentlich die AfD wählen mögen, damit Deplorables wie Gauland und Storch sich auf Steuerzahlers Kosten die Taschen vollmachen können, ohne auch nur einen Tag dafür zu arbeiten…

Mal abgesehen davon, daß vieles in diesem Kommentar die Sprache und Methodiken von Merkel, der Presse und dem Staatsfernsehen gut beschreiben würde, wenn man ihn etwas abänderte, so ist es doch erstaunlich, wie sich hier jemand öffentlich auslassen darf. Ich erlebe die Kommentar-Moderation auf „Spiegel Online“ als höchst restriktiv – aber nur wenn man nicht die öffentlich goutierte Meinung vertritt.

Was wäre los, wenn ich mich in dieser Sprache über einen grünen Politiker oder Asyl-Freunde äußern würde? Käme solch ein Kommentar durch?

Ich halte die AfD keineswegs für eine ideale Partei. Aber man muß sich fragen, was unsere Wähler für Zombies sind, wenn sie – wie der Herr oben – nicht merken, daß ihr Verriß rechter Rhetorik eher deplatziert ist und um Lichtjahre besser auf die verquaste und verlogene politische Sprache des Establishments passen würde.

Man denke nur an das Wort „Flüchtling“ – wohlgekleidete, junge Männer mit Smartphones, ohne Pässe, häufig aus sicheren Urlaubsländern, die sich hier sehr oft danebenbenehmen und einen unglaublichen Chauvinismus an den Tag legen.

Oder das Wort „Seenotrettung“: Aufnahme von sich vorsätzlich in Not gebrachten Männern, kein Rücktransport zur nächsten Küste, sondern Weiterschleusen an einen europäischen Küstenort. Seenotrettung ist jedenfalls etwas anderes, als uns unterwürfige Medien und Politiker verkaufen wollen.

So könnte man noch endlos weitermachen. Das ist Sprache für reduzierte Hirne.

Ich bin jedenfalls erschüttert, wie gehirngewaschen immer noch viele Menschen in Deutschland sind und wie gerne sie sich belügen lassen. Das kann man regelmäßig an den Kommentaren auf „Spiegel Online“ studieren.

Wäre obiger Kommentar auf linke Politiker oder Wähler gemünzt, würde man ihn sicherlich als „Hate Speech“ qualifizieren und nie und nimmer durch die Moderation lassen.