Wer: Farid Bang
Wann: Mai 2018
Wo: Remake von „Killa“

Farid Bang ist ein sogenannter Gangsta-Rapper aus dem Muselkabinett der Integration. Für einen Eklat sorgten er und sein „Kollegah“ im Vorfeld der diesjährigen „Echo“-Verleihung, als herauskam, daß sie sich in einem Song pietätlos über „Auschwitz-Insassen“ äußerten. Bang brüstete sich dort, einen besser trainierten Körper als die Häftlinge des berühmten KZs zu haben.

Eigentlich eine harmlose Aussage, zumindest für dieses Musik-Genre, wo Provokation zum guten Ton gehört. Ein Sturm des Entsetzens setzte dennoch ein, und man bezichtigte die beiden Rapper der Russophobie, der Polenfeindlichkeit und des „Antiziganismus“, also der Fremdenfeindlichkeit gegenüber Zigeunern. Schließlich wurden in Auschwitz Hunderttausende Russen, Polen und Zigeuner ermordet.

Ein Unding! Das konnten Bang und Kollegah nicht auf sich sitzen lassen und bezichtigten daraufhin die „Echo“-Verleiher und Dauer-Empörten des Antisemitismus. Denn in Auschwitz wurden auch Hunderttausende Juden ermordet. Ein Unding, hier die Juden unerwähnt zu lassen.

Ein regelrechter Battle-Rap der Vergangenheitsbewältigung setzte nun unter Politikern, Journalisten und früheren „Echo“-Preisträgern ein. Brutalstmöglich gaben frühere Preisträger und -trägerinnen ihren „Echo“ wieder ab. Die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag Alice Weidel bezeichnete Farid Bang in Anspielung auf einen Song von ihm als „asozialen Marokkaner“, der abgeschoben werden sollte.

Da ist es nur folgerichtig, wenn Bang arschgefickt abgebrüht Folgendes zurückbattlerappt:

Brech Alice Weidel ihr Nasenbein, es wird zu gravierend, und wenn mein Haken trifft, kann die Nazi-Bitch ihren Namen nicht mehr buchstabieren.

Nutte, du weißt, die Polizei findet dich in der U-Bahn liegend, weil du mir den Paß abnehmen wolltest wie beim Fußballspielen.

Die politischen Diskurse in der Bundesrepublik Deutschland haben sich erfreulich proletarisiert und fördern die Inklusion der unteren gesellschaftlichen Schichten mittels „leichter Sprache“. Ein Traum der politischen Linken geht in Erfüllung.

Zu erwähnen wäre vielleicht noch folgende Anekdote aus einem „n-tv“-Artikel:

Weidel hatte erst vor Kurzem durchgesetzt, dass Facebook einen Beitrag, in dem sie ähnlich wie jetzt von Farid Bang beschimpft wurde, nicht weiter verbreiten darf. Ein Nutzer hatte die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion unter anderem als „Nazi Drecksau“ bezeichnet, weil sie sich laut einem Medienbericht angeblich gegen die Homosexuellen-Ehe ausgesprochen hatte (und das, obwohl Alice Weidel mit einer aus Sri Lanka stammenden Schweizer Film- und Fernsehproduzentin zusammenlebt, mit der sie gemeinsam zwei Söhne großzieht).

In der mündlichen Verhandlung am Hamburger Landgericht wurde festgestellt, dass Weidels Rechte eindeutig verletzt worden sind. Es wurde untersagt, die Äußerungen in Deutschland zu verbreiten oder verbreiten zu lassen.

Auch Facebook macht sich verdient um unsere Demokratie und die politischen Diskurse in selbiger. Es gehört schon eine Menge Zivilcourage dazu, als Unternehmen solch monierte Nutzer-Einträge erst dann zu löschen, wenn klipp und klar rechtsstaatlich entschieden wurde, daß sie unzulässig sind.

Chapeau!