Wer: Besorgter Bürger
Wann: August 2018
Wo: Twitter

Auch ich selbst, der Autor von „Hate Speeches“, werde immer öfter Opfer von Hate Speech. Ich erfahre also am eigenen Leibe, wie ungeheuer schlimm Hate Speech ist und daß sie eine Gefahr für unsere Demokratie darstellt. Was liegt da näher als diese schockierenden Erlebnisse hier einmal zu dokumentieren.

Nach #Metoo und #Metwo wurde jüngst wieder einmal eine Diskriminierungsdebatte simuliert. Mit dem Hashtag #MeQueer machten viele sexuell außergewöhnliche Leute auf ihre vermeintlichen Benachteiligungen aufmerksam. Als jemand, der Homosexualität ausdrücklich pathologisiert, konnte ich es mir da natürlich nicht verkneifen, ein Statement abzugeben:

 

#mequeer-twitter-hate-speech-heterophobie

 

Ich als liberaler, weltoffener Homophobiker muß gestehen, daß ich es sehr schwer im Leben habe mit meinen Anschauungen. Da wird man schnell mal aus Foren verbannt, schief angesehen, öffentlich bloßgestellt oder eben mit Verbalinjurien wie den obigen bedacht – alles freilich von guten Menschen im Dienste der absoluten Wahrheit.

So sehen meine Diskriminierungserfahrungen aus. Da haben es Menschen, die meine Heterosexualität pathologisieren wesentlich leichter. Sie kriegen mithin sogar Lehrstühle für „Queer Studies“ und so’n Zeug. In der Gender-Sekte unter Oberaufsicht von Päpstin Judith Butler gibt es einen prominenten Zweig, der der Verschwörungstheorie von der „Heteronormativität“ anhängt.

Das ist akademisch und heißt Zwangsheterosexualität. Wir alle sind also von Natur aus schwul oder lesbisch und werden dann von der bösen „heteronormativen“ Gesellschaft zu Heteros umgepolt. Das ist zumindest die Paranoia einiger Gender-Forscher – die übrigens nahezu sämtlich homosexuell sind.

Ich komme damit klar, daß man meine sogenannte „Heterosexualität“ pathologisiert. Dafür ist die Demokratie ja da, daß man andere Meinungen toleriert. Ich als Homophobiker möchte allerdings auch gerne pathologisieren und einen Lehrstuhl dafür kriegen. Von Lehrstühlen herab pathologisiert es sich gleich viel besser.

Vorerst aber pathologisiere ich als armer, unterschätzter Blogger und lasse hiermit verlauten, daß man bei Homosexuellen sehr häufig sexuellen Mißbrauch in der Kindheit vorfindet oder auch einen traumatischen Elternverlust, meist des gleichgeschlechtlichen Elternteils, der später dann auf sexueller Ebene reinszeniert wird.

Ich kämpfe weiterhin für eine Gesellschaft, in der man diskriminierungsfrei pathologisieren darf. Egal ob Hetero- oder Homosexualität.