Wer: Sibylle Berg
Wo: „Spiegel Online“
Wann: 30.9. 2017

Das Fragezeichen in der Überschrift habe ich eingefügt. Im Originaltext hat Frau Berg dies in der Eile vergessen. Vermutlich ist sie regelrecht besessen in ihrem Haß-Modus. Hier das gesamte Zitat im Kontext aus ihrer aktuellen sogenannten Kolumne auf „Spiegel Online“. Es geht selbstredend um die AfD:

So. Haben wir es jetzt? Ist wieder gut? Können wir aufhören, über eine Minderheitenpartei, die von Fake-Angstkranken geführt wird, zu reden. Sie erstarrt zu beobachten. Andauernd, täglich: Was brüllen sie denn wieder, welchen Stuss erzählen sie denn wieder, wie laufen sie denn? Alter! Die Partei der unzufriedenen Männer, die Sorte, die denken, nur weil sie einen Penis haben – naja, kind of – könnten sie (Mitte vierzig, mit Plauze) Ulla (18, Langstreckenläuferin und Studentin der Molekularbiologie) flach legen. Ulla hat keinen Bock. Schlampe. Das Leben hat auch keinen Bock, gerecht zu sein.

Sibylle Berg ist offenbar nicht ganz im Bilde darüber, wer „fake-angstkrank“ ist. Denn gibt man beispielsweise „SPD“ und „Fake News“ in einer bekannten Suchmaschine ein, so erhält man eine Reihe von Ergebnissen, die davon erzählen, wie linke Parteien gegen sogenannte Fake News und Haß in sozialen Netzwerken vorgehen wollen.

Der SPD-Justizminister Heiko Maas ist regelrecht begeistert von nicht rechtsstaatlichen Mitteln, um „Hate Speech“ im Internet zu bekämpfen. Bei Sibylle Berg könnte er schon einmal anfangen. AfD-Politiker und Anhänger werden im obigen Zitat als „Angstkranke“ bezeichnet. Männer als Gruppe verunglimpft. Frau Berg läßt sich sogar dazu herab, sich über die Penisgröße lustig zu machen.

Die Kolumne von Frau Berg ist von viel Selbstmitleid und Selbstgerechtigkeitspathos getragen. Frau Berg ist tief besessen vom Glauben an das Gute und der Gewißheit darüber, was dieses Gute sei. Sie meint, man solle die kommenden vier Jahre nutzen, um der AfD im Bundestag paroli zu bieten:

Die 80 Prozent der nichtrassistischen Mitte: […] – organisiert euch!

Was ein paar frustrierte Männer schaffen, sollte doch für die Mehrheit auch möglich sein. Stürmt eine sozial agierende Partei oder gründet eine Bewegung für die Zukunft. In vier Jahren kann man es weit bringen. Schaut nur da, da wackelt die AfD mit ihren kleinen braunen Aktentaschen in den Bundestag. Daran kann man sich gewöhnen, wie man sich an Merkel gewöhnt hat, wie man sich daran gewöhnt hat, dass alles schon läuft, aber irgendwie immer blöder – es ist doch noch nicht zu spät.

Ich kenne AfD-Wähler. Und keiner dieser Wähler ist rassistisch. Auch nicht „homophob“. Ja noch nicht einmal „islamophob“, wie es heute so schön heißt. Und Frau Berg sei hier darüber informiert, daß die AfD Wähler binden konnte, die vorher SPD, Linke oder CDU gewählt haben.

Sibylle Bergs Kolumnen beweisen immer wieder, daß sie nicht die geringste Ahnung von Politik hat und tief versunken in einer Art Gerechtigkeitsmelancholie ist, die jedweder rationalen Argumentation widersteht.