Wer: Steffen Harzer, MdL Die Linke
Wo: Thüringer Landtag
Wann: 27. September 2017

Die Linkspartei setzt sich dem Haß und der Hetze entgegen, die durch die AfD verbreitet werden. Manchmal geht dies nicht, ohne selbst ein bißchen „Hate Speech“ anzuwenden. Aber man ist sich immer bewußt, daß man dies im Dienst einer guten Sache tut. So wie der Thüringer Linken-Abgeordnete Steffen Harzer. Wie das medienkritische Portal Jouwatch berichtet, bedachte dieser ein paar Tage nach der Bundestagswahl zwei AfD Abgeordnete mit etwas unrühmlichen Verbalinjurien:

Nach Schluss der Plenarsitzung vom 27. September 2017 befanden sich die AfD-Abgeordneten Olaf Kießling und Stefan Möller auf dem Weg vom Plenarsaal zum Abgeordnetengebäude. Im Verbindungsgang beschimpfte der Linke-Abgeordnete Steffen Harzer, der 1980 in die SED eintrat und über ihre Nachfolgeparteien schließlich in die Partei Die Linke kam, die beiden als „Nazis, Faschistenpack, Dreckfressen“.

Zusätzlich drohte er Kießling mit „Halt deine Fresse, ich hau dir gleich aufs Maul“, weil Kießling ihn gebeten hatte, sich an die Umgangsformen eines Landtages zu halten. Die Drohungen mit körperlicher Gewalt erfolgten mehrfach.

War diese „Hate Speech“ gerechtfertigt? Ist es doch erwiesen, daß die AfD Juden vergasen, Polen überfallen und Synagogen anzünden will, wie jeder im Wahlprogramm nachlesen kann. Solche Leute darf man völlig zu Recht als Faschisten und Nazis titulieren. Daran ändert auch nichts, daß die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel frech behauptet, das Judentum würde zu Deutschland gehören. Genau so reden „Nazis“ daher, wie uns unsere erfahrenen Politiker immer wieder versichern.

Über den Linken-Abgeordneten Steffen Harzer ist indes noch mehr bekannt. 2010 ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen den damaligen Bürgermeister von Hildburghausen wegen des Verdachts auf Beleidigung und Körperverletzung. Harzer soll anläßlich eines Festes am 3. Oktober in eine Schlägerei verwickelt gewesen sein:

Ein 24 Jahre alter Berufssoldat gab gegenüber dem Freien Wort an, von dem Bürgermeister gewürgt worden zu sein. Zudem habe Harzer ihm sein T-Shirt zerrissen. Dann seien Sicherheitskräfte gekommen und hätten ihn und seinen Bruder, einem 28jährigen Landwirt und Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr, mit Handschellen und Kabelbindern gefesselt und zu Boden geschlagen. Dabei soll Harzer gerufen haben: „Macht sie fertig, die Nazischweine!“ Dem Bericht nach erlitt der 24jährige Soldat durch die Schläge der Sicherheitskräfte „erhebliche Verletzungen im Gesicht und an den Armen“.

Anlaß für die Auseinandersetzung soll offenbar ein Streit zwischen dem Bürgermeister und einem anderen jungen Mann gewesen sein, in dessen Verlauf dieser Harzer ein Bier übergeschüttet habe. Die beiden Brüder betonten jedoch, nichts mit dem Streit zu tun gehabt zu haben und über keinerlei Kontakte zur rechtsextremen Szene zu verfügen. Der junge Mann, der mit Harzer in Streit geraten sei, habe auch nicht zu ihrer Gruppe gehört.

Bürgermeister Harzer behauptete, sich nach einem Schlag auf den Kopf an nichts mehr erinnern zu können. Auch das Gedächtnis wird eben manches Mal zum Opfer rechtsextremer Gewalt.

Offenbar gehört Steffen Harzer zu den gut proletarisierten Bürgern der ehemaligen DDR und ist somit ein Vorbild für alle sozialistisch denkenden Menschen.