Wir sind stolz, nun auch mal auf die verdienstvolle Arbeit unseres Kooperationspartners „No Hate Speech DE“ hinweisen zu dürfen. Regelmäßig verleihen diese mutig-gutigen Kämpferinnen und Kämpfer für ein liebevolles Internet das sogenannte „Kommentargold“. Damit werden Kommentare ausgezeichnet, die liebevoll gegen Haß und Hetze kämpfen.

Das sieht dann z.B. so aus:

https://twitter.com/NoHateSpeechDE/status/1058367072990883840

Im ersten Posting freut sich ein böser Mann darüber, daß unsere böse heteronormative Sprache nicht weiter durch Toleranz verschönert und polymorph gegendert wird. Vermutlich ist der Mann impotent und frauenfeindlich.

In einer Antwort unter diesem Posting vertritt dann ein weiterer böser, vermutlich weißer Mann die unfaßbare Meinung, daß es nur zwei Geschlechter gebe. Dabei wissen wir doch, daß die dritten bis zehnten Geschlechter ebenfalls wunderbare Nachkommen zeugen können und deshalb völlig zu recht von fortschrittlich gesinnten Menschinnen und Menschen auch mit dem Begriff „Geschlecht“ bezeichnet werden.

Auch wir von „Hate Speeches“ sind der Meinung, daß die vermutlich weiße, heterosexuelle, feministisch rechtgesinnte Kommentatorin darunter sehr souverän und toll auf diesen „Haß und Hetze“ reagiert hat. So geht man mit solch minderwertigen Subjekten um.

Denn nur weiße, alte heterosexuelle Männer sind zu solch bösen Meinungen fähig, wie sie hier oben dargestellt werden und bestimmt bald auch nicht mehr von der Verfassung gedeckt sind, nachdem diese demokratisch angepaßt wurde.

Fragile, zerbrechliche Männer fühlen sich durch geschlechtergerechte Sprache sowieso schon sehr bedroht. Völlig ausrasten tun sie aber, wenn das Gender-Sternchen ins Spiel kommt, das quasi das Super-Toleranz-Symbol schlechthin ist und nun wirklich nichts mehr zu wünschen übrig läßt hinsichtlich Geschlechtervielfalt. Die Sternchenphobie läßt sich sehr häufig bei Männern beobachten, die die böse Partei AfD wählen.

Wir danken „No Hate Speech DE“ dafür, deutlich gemacht zu haben, daß es ein Ausdruck von Männlichkeitswahn und Heteronormativität ist, wenn man an Sternchenphobie leidet. Wir müssen aber noch weitergehen in der Analyse.

Die Kritik an der geschlechtergerechten Sprache ist schlicht konterrevolutionär.

Fragile Männer mit Angst vor sprachlicher Schönheit und Gleichberechtigung gehören nach Bautzen.